Praxisnahe Materialien, die Kinder stärken und zur Demokratiebildung beitragen
Kinder entwickeln bereits sehr früh Vorstellungen davon, was Mädchen und Jungen können, dürfen oder später einmal werden können. Diese Bilder werden oft unbewusst durch gesellschaftliche Klischees geprägt und beeinflussen Interessen, Selbstbilder sowie Bildungs- und Berufsentscheidungen. Aktuelle Forschung zeigt, dass die Lesekompetenz dabei eine wichtige Rolle spielen kann.
Ausgehend von aktuellen Erkenntnissen zur Bedeutung von Literalität für die Entwicklung von Selbstkonzepten und Zukunftsbildern zeigt der Workshop, wie klischeefreie Kinderliteratur Leseförderung, Chancengerechtigkeit und Demokratiebildung miteinander verbinden kann.
Anhand der vorgestellten Methodensets und insbesondere der Vorlese- und Erstlesebücher der Initiative Klischeefrei erhalten die Teilnehmenden konkrete Impulse, um Leseförderung, vielfältige Interessen, Fähigkeiten und Zukunftsperspektiven zu entwickeln.
Der Workshop sensibilisiert für Geschlechterklischees und unbewusste Bias und zeigt, warum Klischeefreiheit ein wichtiger Beitrag zu Chancengerechtigkeit und Demokratiebildung ist.
Im Workshop erfahren Sie,
- wie Klischees und unbewusste Bias die Entwicklung von Kindern beeinflussen,
- warum Klischeefreiheit Chancengerechtigkeit und Demokratiebildung stärkt,
- welche Bedeutung Geschichten für Selbstbilder, Zukunftsvorstellungen und Berufsorientierung haben können,
- und wie die Bücher der Initiative Klischeefrei im Unterricht eingesetzt werden können, um Vielfalt sichtbar zu machen und stereotype Rollenbilder zu hinterfragen.
Referent:
Christoph Kröger – Wissenschaftlicher Fachreferent der Initiative Klischeefrei
Christoph Kröger ist Erziehung- und Bildungswissenschaftler. Seine langjährige Tätigkeit in der Organisations-, Schul- und Unternehmensentwicklung führte ihn 2017 zunächst zum Projekt „Komm, mach MINT“ und seit 2020 zur „Initiative Klischeefrei“. Gemeinsam mit dem Team der Initiative Klischeefrei entwickelt er Bildungsmaterialien und -angebote und schult pädagogische Fachkräfte sowie Multiplikator*innen, damit junge Menschen den Beruf wählen können, der wirklich zu ihnen passt – frei von Geschlechterklischees. So können die Mehrwerte von Klischeefreiheit nachhaltig Berufs- und Lebenswege prägen und zudem in Gesellschaft und Wirtschaft nutzbar gemacht werden.
